Theologie

Die Grabeskirche in Jerusalem
Die Grabeskirche in Jerusalem

In meinem Studium der katholischen Theologie in München, Jerusalem und Luzern habe ich gelernt, auf die Kirche - und auch andere Glaubensgemeinschaften - professionell zu reflektieren. Dass diese Reflexion derzeit stattfindet, ohne dass ich im Alltag in der Kirche zu tun habe, hat seine Vorteile; vor allem bewahrt es mich vor einer gewissen Betriebsblindheit.

 

Kirche darf sich nicht selbst im Wege stehen

Das, was Christsein ausmacht - Glaube, Hoffnung, Liebe -, versuche ich in mein Leben hineinzunehmen. Eine starke Gemeinschaft, die versucht, den Gedanken der Nächstenliebe umzusetzen, die die Gegenwart Christi feiern und seine Botschaft weiterträgt, ist mir wichtig - so wichtig, dass es mich schmerzt, wenn ich zuschaue, wie sich die katholische Kirche in mancherlei Hinsicht selbst im Wege steht: Durch Parteiungen und Dialogverweigerungen, durch hinderliche Strukturen, aber auch durch den Verlust an Ernsthaftigkeit und Inhalten - nach der Devise "Gott ist lieb, wir sind auch alle halbwegs nett, über Religion streiten wir uns lieber nicht, und missionarisch wollen wir eh nicht sein".

 

Vorbilder

Gut, dass es im Christentum auch große Persönlichkeiten gibt, die mit auf positive Art zeigen, wie eine Gemeinschaft von Christen aussehen und wie sie in der Welt wirken könnte. Der Palästinenser Daoud Nassar (Video hier) hat mir etwa vermittelt, was Friedensengagement und christliche Hoffnung bedeuten, und bei Bischof Erwin Kräutler aus Brasilien (Video hier) sehe ich, was Kirche in einem Land bewirken kann, wenn sie ihre Botschaft und sich selbst ernst genug nimmt. 

 

Angebot für Menschen, die bald sterben werden

Recht neu ist mein Angebot "Kreativer Aufbruch", bei dem ich zusammen mit Menschen, die spüren, dass ihr Tod näher kommt, kreativ werde - etwa in der Vorbereitung der eigenen Beerdigung. Näheres hier.

 

Angebote, damit Menschen christliche Heimat zu finden

Vereinzelt werde ich gebeten, um ein Kind zu segnen, eine Partnerschaft zu segnen oder eine Beerdigung zu halten. Wenn von kirchlicher Seite in bestimmten Fällen für solche Bedürfnisse kein Angebot zur Verfügung gestellt wird, kann man mich anfragen - siehe "Auch für Kleingläubige".  Wenn ich meinen Dienst zur Verfügung stelle, dann suche (und finde) ist stets ein freundliches Einvernehmen mit der Kirche - damit mein Handeln auch segensreich werden kann. 

 

Weiterbildung für "verkappte Seelsorger"

Im wahrsten Sinne des Wortes verkappte Seelsorger sind die Nikoläuse (in der Schweiz nennt man sie meist Chläuse oder Samichläuse). Jedenfalls, wenn sie ihren Job gut machen.

Im Laufe der letzten Jahre führte ich immer wieder das Nikolausseminar durch. Chläuse lernen den christlichen Hintergrund ihrer Tradition kennen, stärken ihr eigenes Selbstbewusstsein und lernen in Rollenspielen mit heiklen Situationen umzugehen.